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"High Park" in Berlin

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Wohnprojekt “High Park” in Berlin am Potsdamer Platz architektonischer Schlussstein

Das Bauwerk wird mit 2 Türmen eine U-Bahnstrecke überspannen

Auf dem letzten verfügbaren Baugrundstück am Potsdamer Platz im Herzen Berlins entsteht bis Winter 2017 ein exklusiver Neubaukomplex in bester Lage. Zwei Türme und ein Riegelbau mit bis zu 14 Etagen bieten Raum für 166 Eigentumswohnungen, 58 Boarding-Appartements und 9 Ladenlokale. Hochwertige Materialien, eine großzügig gestaltete Raumaufteilung und ein hausinterner 24-Stunden-Concierge-Service sollen eine besondere Lebensqualität schaffen.

Die Pläne existieren schon seit Anfang der 90er-Jahre und werden jetzt von einem namhaften Investor in die Tat umgesetzt. Ein anspruchsvolles Projekt, da doch die U-Bahnlinie 2 am Mendelssohn-Bartholdy-Park überbaut werden muss und einen neuen Zugang erhält.

Mit der Errichtung der Arbeits- und Schutzgerüste wurde die Firma Gotthardt Gerüstbau GmbH aus Thyrow beauftragt. Ein kompetenter und zuverlässiger Partner in Sachen Gerüstbau, der ein besonderes Augenmerk auf Qualität sowie Flexibilität hat. Bei diesem Projekt kamen die bewährten Gerüstsysteme von ALTRAD plettac assco GmbH aus Plettenberg, plettac SL 100 sowie das Modulgerüst plettac contur zum Einsatz.

In der Bauphase für das anspruchsvolle Bauwerk gab es für das Team um Firmenchef Ralf Gotthardt und den Bauleitern Hardy Prill und André Michel zahlreiche Fragen und Details zu klären und Lösungen zu finden. Von Nutzen war der enge Kontakt zum Hersteller ALTRAD plettac assco GmbH und zum Gerüststatiker Lothar Zietz aus Berlin.

Die Aufgabe des Gerüstunternehmens bestand in der Schaffung eines Arbeits- und Schutzgerüstes für die Rohbauarbeiten und die anschließenden Arbeiten an Fassaden-, Fenster- und Dachflächen. Das Gerüstbauunternehmen Gotthardt entschied sich dabei für die Verwendung des Fassadengerüstsystems SL100 mit innenliegender Konsole B32 und einer zulässigen Belastbarkeit der Lastklasse 4. Zum Schutz der Passanten wurde im Bereich der Wohntürme ein Fußgängertunnel aus dem Modulgerüst plettac contur erbaut. Darüber hinaus forderten die Berliner Verkehrsbetriebe BVG in den Bereichen der U-Bahnstrecke eine Bekleidung mit Netzen.

Während der Rohbauarbeiten wurden die etwa 15.000m² Fassadengerüst sukzessive erstellt. Damit bereits in dieser Rohbauphase weiterführende Arbeiten wie die Fenstermontage in den unteren Bereichen stattfinden konnten, forderte das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi) eine zusätzliche Trümmerlage. Eine Gefährdung der Personen aus eventuell herabstürzenden Kleinteilen bei den Rohbauarbeiten in den oberen Geschossen sollte somit ausgeschlossen werden. Hierzu wurde in 28.0m Höhe die offene Fläche zwischen Gerüst und Fassade mit Siebdruckplatten spaltfrei abgedeckt. Zudem wurden die Zugänge für Personen auf die Trümmerlage mit Stahlrohr-Kupplungsmaterial und Dachfangnetzen gesperrt.

Die statische Berechnung für diese Ausführungsvariante von dem Statiker Lothar Zietz ergab, dass durch die hohen Vertikallasten Verstärkungen an den Innenstielen notwendig wurden. Mit parallel geschraubten Stahlrohren sind die Stiele bis zu einer Höhe von 12.0m (Standhöhe 48.0m), bzw. bis zu 6.0m (Standhöhe 42.0m), verstärkt worden. Da der gesamte Gebäudekomplex mit einer 16cm starken Wärmedämmung versehen wird, kann eine Verankerung nach Aufbau- und Verwendungsanleitung mit kurzer Ringschraube nicht erfolgen. Die auftretenden parallelen Windkräfte übersteigen die Tragfähigkeit der langen Ringschrauben, so dass eine Alternative gefunden werden musste. Der Bauherr entschied sich für eine Ausführung mit Hennig-Gerüstankern. Diese können zwar als Gerüstdaueranker eingesetzt werden, sind für dieses Projekt jedoch nur als temporäre Lösung gedacht.

Nicht nur bei der Verankerung wurden besondere Maßnahmen erforderlich, auch bei der Abfangung der Vertikalstiele in dem Abschnitt des Riegelbaus mussten zusätzliche Vorkehrungen getroffen werden. Auf einer Länge von 8.0m galt es 12 Lagen Fassadengerüst mittels Stahlgitterträgern abzufangen. Hierzu wurden in zwei übereinanderliegenden Ebenen Schwerlastgitterträger montiert welche mit Hilfe von Rohrkupplungsmaterial zu einem Fachwerkträger ausgebildet wurden. Die Auflagerlasten wurden durch eine Kragarmkonstruktion um die Gebäudekante herum abgeleitet und im Anschlussbereich an das Fassadengerüst unter Verwendung von dreifach verstärkten Vertikalstielen aufgelagert.

Eine sichere Gründung der Vertikalstiele ist immer und überall zu gewährleisten. Gerade in den Bereichen von Überbrückungen können sehr hohe Vertikallasten auftreten, die zusätzliche Maßnahmen bei der Einleitung der Vertikallasten in den Untergrund erfordern.

Da sich im Aufstellbereich der Gerüste Lichtschächte und nicht ausreichend tragfähiger Baugrund befanden, mussten die Standflächen teilweise bauseits betoniert werden. Zusätzlich sind regelmäßige Kontrollen der Gründungen vorgesehen.

Alles in allem ein sehr anspruchsvolles Projekt, dass die Gerüstbau Gotthardt GmbH mit Erfahrung, Kompetenz und dem perfekten Gerüstsystem spielend meistert. So entsteht auf einem historischen Areal, das im Schatten der Berliner Mauer sein Dasein fristete, der sogenannte „Berliner Highpark“.

 

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