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Presse Aktuell

Backsteinkirche in Sonsbeck

Besorgt schauten die Einwohner von Sonsbeck auf ihre evangelische Kirche. Das Gebäude wurde im Jahre 1655 erbaut und machte endlich dem Provisorium im Sitzungsraum des Rathauses ein Ende. Interessant an dem schlichten Backsteinbau ist das Barockportal aus Sandstein im Turm: es trägt die Jahreszahl 1655 mit dem Wappen von Sonsbeck.

Das große Feuer in Sonsbeck 1717 beschädigte die Kirche stark, es wurden aber sofort Renovierungsarbeiten vorgenommen. Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges 1945 zerstörten Bomben die Kirche erheblich. Obwohl ein Wiederaufbau erfolgte, setzen sich die Reparaturarbeiten bis heute fort.

Nun stellte ein Architekturbüro nach Untersuchung des Gebäudes beträchtliche Schäden an der tragenden Konstruktion fest. Auf Grund der Fäulnis an den Fußpunkten der Dachkonstruktion hatte sich bereits die volle Dachlast auf das Außenmauerwerk gelegt und nicht unwesentliche Risse im Außenmauerwerk und im Kirchenraum verursacht. Nun hieß es handeln bevor weitere maßgebliche Schäden auftreten konnten! Aufwendige Arbeiten mussten an dem Denkmalgeschützten Bauwerk bewältigt werden, dazu wurde ein besonders tragfähiges und anpassungsstarkes Gerüstsystem benötigt.

Der Bauherr, die evangelische Kirchengemeinde Sonsbeck, beauftragte für diese Aufgabe die Grund Gerüstbau GmbH aus Kamp-Lintfort. Diese zeichnet sich durch 40 Jahre Gerüstbauerfahrung aus und arbeitet erfolgreich mit den Gerüstsystemen der Firma ALTRAD plettac assco GmbH aus Plettenberg. „Durch eine gute Beratung und durch den Service am Kunden werden wir den Qualitätsansprüchen unserer Auftraggeber gerecht. Die Gerüstkonstruktionen werden den Bauabläufen, dem Baugeschehen und den Anforderungen durch präzise Planung angepasst.“ so Carsten Grund, Geschäftsführer der Grund GmbH.

Zusammen mit dem Architektur- und Ingenieurbüro Kölsch + Maliska ist ein Konzept erarbeitet worden, eine möglichst sichere und wirtschaftliche Gerüstkonstruktion zu erstellen, die allen Ansprüchen der anstehenden Arbeiten entsprechen konnte.

Für die Sanierung der Risse im Außenmauerwerk entschied man sich das Fassadengerüst der Breitenklasse W09 an beiden Wandseiten mit dem Modulgerüstsystem plettac contur zu erstellen. Dieses lässt sich durch die unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten der Lochscheiben in mehrfacher Richtung aussteifen und optimal an die Gebäudekontur anpassen. So bestand zum Beispiel die Möglichkeit eine Zufahrt zum angrenzenden Nachbargrundstück frei zu halten in dem der Außenstiel des Fassadengerüstes in dem betroffenen Bereich abgefangen werden konnte.

Im Kircheninnenraum wurde das Modulgerüstsystem zu einem Raumgerüst ausgebildet um die benötigte Arbeitsfläche für die Sanierung der Holzbalkenkonstruktion im Dachstuhl zu erhalten. Der Zugang zu dieser Arbeitsebene in der Höhe von 6.0m erfolgte durch eine, in das Raumgerüst integrierte, Alupodesttreppenanlage.

Für die Arbeiten an der Auflagerung des Dachstuhls war es notwendig, die Dachkonstruktion anzuheben. Nur so konnten die zuvor noch belasteten und verfaulten Holzbalken gegen tragende ausgetauscht werden. Für diesen Arbeitsgang waren 10 Hydraulikpressen erforderlich. Jede von ihnen übernahm eine Last von bis zu 10 Tonnen. Die Hydraulikpressen wurden auf entsprechend ausgelegte Traggerüsttürme von 1.0m x 1.0m aufgelagert. Diese konnten aufgrund der metrischen Maße optimal in das Raumgerüst integriert werden.

Die Vorteile des Modulgerüstsystems plettac contur liegen klar auf der Hand: optimale Anpassung der Arbeitslagen unter anderem an Vorsprünge und Höhenversätze, problemloses Arbeiten an gekrümmten Flächen, hohe Tragfähigkeit sowie die einfache Lagerung sind nur einige davon.

Kontinuierlich durchgeführte Qualitätskontrollen nach den hohen Anforderungen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-8.22-843 und der DIN EN ISO 9001 während der Produktion, sowie permanente Eigenkontrollen, gewährleisten eine hervorragende Qualität. Die im Zulassungsbescheid und der Aufbauanleitung ausgewiesenen Anschluss- und Belastungswerte geben genau Auskunft darüber, welche Lasten die einzelnen Bauteile aufnehmen können.

Gerade bei Gerüstkonstruktionen, die einer hohen Belastung standhalten und flexibel im Aufbau sein müssen, sind dies wichtige Merkmale die eine erfolgreiche Projektdurchführung versprechen.

Mitarbeiter der Gerüstbaufirma Grund erstellten insgesamt 760 m² Fassadenfläche und 2100 m³ Innenraum Gerüst, sowie 10 zusätzliche Traggerüsttürme.

Nach einer 3-monatigen Renovierungsphase erstrahlt das beeindruckende Backsteinbauwerk im alten Glanz und kann wieder uneingeschränkt genutzt werden.

 

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